07 November 2006

Lieber im Museum als in der Nachbarschaft


Die Aborigines sind der wunde Punkt in der Geschichte des weissen Australiens. Die Ureinwohner des fünften Kontinents wurden von eingeschleppten Seuchen fast ausgerottet, von ihrem Land vertrieben und jahrhundertelang als Menschen zweiter Klasse behandelt (die meisten Kolonialisten bezweifelten sowieso, dass es sich bei Aborigines überhaupt um Menschen handelt). Sie erhielten erst 1961 das Wahlrecht und bis in die 1980er Jahre gab es in den Schulen Rassentrennung.

Aus einem Wikepedia-Artikel über die Aborigines:
"Heute leben die meisten Aboriginal People einen Kompromiss zwischen ihrem traditionellen und dem westlichen Lebensstil. Etwa die Hälfte der Urbevölkerung lebt in der Nähe von Städten und muss sich deshalb bis zu einem gewissen Grad anpassen. Nach wie vor gibt es erhebliche Probleme um Alkohol- und Drogenmissbrauch, schlechte medizinische Versorgung und eine sehr hohe Arbeitslosigkeit (38 % auf Arbeitssuche; die Arbeitslosigkeit in Australien beträgt ca. 5-6% [2006]).

Zu den Bestrebungen der Bürgerrechtsbewegung, der ATSIC und anderer Organisationen der indigenen Bevölkerung, gibt es eine Gegenbewegung, an deren Spitze die politisch weit rechts stehende Partei „One Nation“ steht. „One Nation“ versucht, aus dem nach wie vor latenten Rassismus in Teilen der Bevölkerung Profit zu ziehen."

In Adelaide wird auf zwei grossen Museumetagen die Geschichte und die Kultur der Ureinwohner dokumentiert. Immerhin.

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