03 December 2006

16.50 Uhr ab Paddington

Wohnen tun wir in der Oxfordstreet im Stadtteil Paddington. Die Oxfordstreet ist eine Mischung aus Kettengasse und Ehrenstrasse, nur ungefähr 50 mal so lang und mit 100 mal so viel Verkehr. Die Bebauung besteht, wie fast im gesamten Stadtteil, aus kleinen zweistöckigen Häusern. Am Anfang gibt es jede Menge billiger asiatischer Imbisse, Fetischläden, Cafes, Backpacker Hotels, Studentenkinos und Schwulenclubs. Dann wird es chicker mit Boutiquen, Buchläden, Restaurants und Galerien. Direkt neben unserem Hotel sind zwei grosse Buchläden, die sieben Tage die Woche bis 24 Uhr aufhaben. (Für mich eines der Highlights von Sydney.)

Biegt man von der Oxfordstreet in die benachbarten Strassen ab, wird es richtig idyllisch. Schmale, zweistöckige Einfamilienhäuser mit eisenverzierten Balkonen, Bäume, wenig Verkehr. Hier und da ein Restaurant oder ein Galerie. Die geparkten Autos fast alle eher aus der Oberklasse. Die alte Bebauung und die gute Lage (links die City, rechts der Bondibeach) machen Paddington zum beliebten Stadtteil und haben die Immobilienpreise durch die Decke gehen lassen. Zwischen einer und zwei Millionen Aussie-Dollar kosten selbst kleine Häuser. (In den Anzeigen stehen keine qm-Angaben, sondern immer wieviele Schlafzimmer ein Haus hat, das macht den Vergleich mit unseren Preisen ein wenig schwierig.)

In Paddington gibt es auch ein jüdisches Museum, das wir - Achtung Insiderwitz - am Samstag besuchen wollten. Gerda war sichtlich erschüttert, dass ihr ein solcher Fehler unterlief.

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